Manche Menschen finden ihren Weg, weil sie einem klaren Plan folgen. Andere, weil sie einem Kindheitstraum treu bleiben. Bei Piero Mele, 36 Jahre alt und Betriebsleiter auf dem landwirtschaftlichen Betrieb seines Onkels Luigi in Battipaglia in der Provinz Salerno, begann alles mit dem Blättern in Agrarzeitschriften. „Ich ließ mir Zeitungen und Kataloge schenken, schnitt die Bilder von Traktoren aus und tauschte sie mit meinen Schulkameraden. Eines dieser Bilder habe ich nie vergessen: einen John Deere 6620. Ich kann es nicht erklären, aber ich spürte, dass diese Marke früher oder später Teil meines Lebens sein würde.“
Aus dem Jungen von damals ist heute die Betriebsleiter geworden, der rund 60 ha Gewächshausfläche bewirtschaftet und Rucola, Babyspinat, Blattsalate, Mangold und Red Chard für die industrielle Verarbeitung produziert. Der Weg dorthin erfolgte Schritt für Schritt und begann nach einem kurzen Ausflug in eine ganz andere Arbeitswelt eher zufällig. „Ich probierte es mit einer Arbeit in einer Fabrik, aber nach zwei Wochen wusste ich, dass es nichts für mich war, zwischen vier Wänden eingesperrt zu sein. Mein Onkel holte mich in den Betrieb, damit ich mit anpacke, und seitdem bin ich nicht mehr weggegangen. Ich hätte nie gedacht, dass ich 17 Jahre später eine so komplexe und verantwortungsvolle Tätigkeit ausführen würde.“

60 ha Gewächshausfläche und 15 grün-gelbe Verbündete
In der Piana del Sele ist Zeit eine der wertvollsten Ressourcen. Jeder Arbeitsgang muss sitzen, jeder Einsatz genau geplant sein. Piero koordiniert täglich Aussaat, Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz, Wartung und die Einsatzplanung der Traktorfahrer. Das geerntete Gemüse wird unmittelbar in Kühlzellen gebracht und anschließend zu einer Erzeugerorganisation in Bergamo transportiert, wo es zu verzehrfertigen Salaten für den Lebensmitteleinzelhandel verarbeitet wird.
Damit dieses Tempo das ganze Jahr über möglich bleibt, setzt der Betrieb auf eine Flotte von 15 John Deere Traktoren: fünf 5075E, drei 5115M, einen 5105M, einen 5090M, zwei 5130ML, einen 6330, einen 6145M und einen 6R 165. Ergänzt wird der Maschinenpark durch einige Traktoren anderer Marken für weniger anspruchsvolle Aufgaben. „Für uns sind die John Deere Traktoren unsere täglichen Begleiter. Jedes Modell hat seine feste Aufgabe: Aussaat, Pflanzenschutz, Transport des Ernteguts oder Bodenbearbeitung. Es sind leistungsstarke, zuverlässige Maschinen, die jederzeit einsatzbereit sind. Und genau das ist entscheidend, wenn die Produktion ganzjährig läuft.“


Der erste John Deere, der vieles veränderte
Konkret wurde die Verbindung zu John Deere im Jahr 2011. Damals kam ein 5105M ohne Kabine auf den Betrieb. Gedacht war er vor allem für den Einsatz in den Gewächshäusern. In der Region sorgte diese Entscheidung zunächst für ungläubige Blicke. Ein solcher Traktor in diesem Arbeitsumfeld? Für viele kaum vorstellbar. Heute läuft diese Maschine noch immer, inzwischen mit rund 18.000 Betriebsstunden.
Man sagte uns, wir seien verrückt, so eine Maschine zu kaufen, weil sie in diesem Umfeld niemand einsetzte. Doch sie hat ihren Wert Tag für Tag bewiesen.
Piero Mele
Für Piero ist sie zum Symbol einer Entscheidung geworden, die sich jeden Tag aufs Neue bewährt hat. „Man sagte uns, wir seien verrückt, so eine Maschine zu kaufen, weil sie in diesem Umfeld niemand einsetzte. Doch sie hat ihren Wert Tag für Tag bewiesen. Und als andere Unternehmer sie im Einsatz sahen, begannen viele ebenfalls, John Deere Traktoren zu kaufen.“ Innerhalb der Flotte nimmt dennoch ein anderer Traktor den emotionalen Spitzenplatz ein: der 6145M, eine farblich individualisierte Maschine ohne Kabine, die Piero fast wie eine Verlängerung seiner eigenen Arbeitsweise beschreibt. „Er ist einzigartig und schafft schwere Arbeiten wie tiefes Lockern oder den Einsatz mit der Spatenmaschine ohne Schwierigkeiten. Wenn die Leute ihn vorbeifahren sehen, wissen sie, dass ich am Steuer sitze“, sagt er stolz.



Tüfteln, verbessern, Erfahrungen teilen
Pieros Leidenschaft endet nicht am Lenkrad. Im Laufe der Jahre hat er seine mechanische Ausbildung und die Erfahrungen aus dem Betrieb in eine ständige Suche nach besseren Lösungen verwandelt. Immer dann, wenn ein Arbeitsgang schneller, präziser oder mit weniger Überfahrten erledigt werden kann, beginnt er zu tüfteln. So sind inzwischen mehr als 30 Eigenentwicklungen entstanden. Dazu gehören ein automatischer Pfostenfreischneider für die Reinigung zwischen den Stützpfosten der Gewächshäuser, eine Kombination aus Verdichtungswalze und Düngerstreuer sowie ein Geräteanhänger, mit dem Maschinen eigenständig umgesetzt werden können.
„Jedes Gerät entsteht aus einem konkreten Bedarf: Wenn ein Arbeitsgang besser oder schneller erledigt werden kann, versuche ich eine Lösung zu finden. Meinem Onkel Luigi verdanke ich sehr viel, weil er mir vertraut und mich frei experimentieren lässt.“ Einige dieser Ideen sind längst über den Betrieb hinaus bekannt, auch dank der sozialen Medien. Auf seiner Instagram-Seite PieroFarm, der heute mehr als 45.000 Menschen folgen, gibt Piero täglich Einblicke in den Arbeitsalltag, zeigt Maschinen, Arbeitsgänge und neue Projekte. „Ich bekomme Fragen, Tipps und Anfragen von Landwirten aus ganz Italien. Es ist sehr erfüllend zu sehen, dass das, was wir tun, auch anderen nützlich sein kann.“

John Deere als Teil der Familie
Neben der Leistung der Maschinen ist für Piero vor allem die über Jahre gewachsene Beziehung zum Händler und zum Kundendienst entscheidend. Beides betrachtet er als festen Teil der Investition und als Grundlage dafür, dass der Betrieb im Alltag verlässlich weiterlaufen kann. „Ich sage immer: Bevor man sich in einen Traktor verliebt, muss man sich in den Service verlieben. Eine Panne kann passieren, aber die Gewissheit, innerhalb weniger Stunden die nötige Unterstützung zu bekommen, sorgt dafür, dass man ruhig weiterarbeiten kann.“ Längst ist diese Verbindung zu John Deere auch in Pieros Familie angekommen.
Eine seiner emotionalsten Erinnerungen fällt mit der Geburt seines ersten Sohnes zusammen. Das war genau an dem Tag, an dem ein neuer John Deere auf dem Betrieb eintraf. „Ich war im Krankenhaus, und dann bekam ich das Foto des Traktors auf dem Tieflader. Das war ein Moment, den ich nie vergessen werde.“ Heute teilen seine Kinder dieselbe Begeisterung wie ihr Vater. Sie tragen personalisierte T-Shirts mit dem John Deere Logo und freuen sich auf jede Gelegenheit, auf einen Traktor zu steigen. „Wenn ich es schaffe, hole ich sie mit dem 6R von der Schule ab. Ihr Lächeln zu sehen, ist mehr wert als alles andere. Diese Leidenschaft liegt inzwischen in unserer DNA.“
Eine Leidenschaft im Miniaturformat
Piero Mele sammelt auch landwirtschaftliche Modelle und John Deere Miniaturen und wollte einige der Traktoren, die tatsächlich im Betrieb laufen, möglichst originalgetreu nachbilden lassen. Besonders am Herzen liegt ihm der John Deere 6145M im Maßstab 1:32, eingebettet in ein handgefertigtes Gewächshaus. Für die detailgetreue Umsetzung arbeitet Piero mit einem spezialisierten Geschäft in Brescia zusammen.
Dort hat er inzwischen auch die Miniatur des jüngsten Neuzugangs im Betrieb, des 6R 165, in Auftrag gegeben. „Als ich entdeckte, dass man Modelle individualisieren kann, konnte ich nicht widerstehen: Einen Traktor, mit dem man jeden Tag arbeitet, im Miniaturformat zu sehen, ist ein riesiges Gefühl.“ So wächst die Sammlung weiter, genau wie die Leidenschaft des Mannes, der sie pflegt.
