Info­grafik: Bienen und Bestäu­bung

Bienen sind uner­läss­lich für Umwelt und Ertrag. Doch wie groß ist ihre Bedeu­tung für die welt­weite Nahrungs­mit­tel­ver­sor­gung tatsäch­lich? Ein Über­blick über die Viel­falt dieser Insekten und ihre Rolle in der Pflan­zen­pro­duk­tion.

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Das Zusam­men­spiel von Wild- und Honig­bienen erhöht die Bestäu­bungs­ef­fi­zienz der Honig­bienen bei Hybridsonnen­blumen um bis zu fünfmal.

Quelle: Sarah S. Green­leaf, Claire Kremen, in PNAS.

 

Die Bedeu­tung der Bienen für die mensch­liche Ernäh­rung

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Tierarten sind als wichtige Bestäuber für die weltweiten Kulturen anerkannt; Es handelt sich dabei hauptsächlich um Bienen.

Quelle: Klein et alii, Procee­dings of the royal society.

10 %

würde der Rück­gang der Erträge in Europa bei einem Verlust von Bienen betragen.

Quelle: Galai et al,Ecological econo­mics, 68-3.

232 MRD $

beträgt der geschätzte monetäre Wert des Beitrags bestäubender Insekten auf den weltweiten Agrarsektor.

Quelle: Galai et al, Ecolo­gical econo­mics, 68-3.

35 %

der globalen Agrar­pro­duk­tion hängen von Bestäu­bern ab.

Quelle: Klein et alii, Procee­dings

 

Die Bestäuber sind in diesen
Berei­chen unver­zichtbar

Obst­bau

76 000 ha
in Deutsch­land

(2017, Thünen-Institut)

Ölsaaten, Eiweiß­pflanzen

Raps­fläche
in Deutsch­land:
958 000 ha

(2020, Statista)

Gemü­se­anbau und Beeren­obst

Deut­sches Gemüse
im Frei­land:
130 549 ha

(2021, Statista)

Saatgut­produktion

Ange­mel­dete
Vermeh­rungs­flä­chen
für Ölfrüchte:
8 137 ha

(2021, AG AKSt)

Die aller­größte und die klitze­kleinste Biene der Welt

Mega­chile pluto (Indo­ne­sien), 63,5 Milli­meter Flügel­spann­weite

Perdita minima (USA), 2 Milli­meter Körper­länge

 

Woran liegt die Bestäubungs­effizienz der Bienen?

1 Ernäh­rung

Ihre Nahrung besteht haupt­säch­lich aus Nektar und Pollen: Sie sind daher stärker als andere Tiere von Blüten abhängig.

2 Behaa­rung

Ihre verzweigten Haare wirken wie Kämme auf den Staub­blät­tern und halten Pollen­körner fest.

3 Lebens­fä­hig­keit des Pollens

Der fest­ge­hal­tene Pollen bleibt mehrere Tage lebens­fähig, was die gene­ti­sche Viel­falt der Bestäu­bung aufgrund der vielen in der Zwischen­zeit besuchten Blüten erhöht.

4 Treue zu einer Art

Pollen anderer Arten, der auf das Stigma aufge­bracht wird, kann die die Bestäu­bungs­ef­fi­zienz verrin­gern; Bienen bleiben beim Sammeln jedoch einer Pflanzen­art treu.

Quelle: Les abeilles, des ouvrières agri­coles à protéger, Éditions France Agri­cole.

Warum Wild­bienen auch
effi­zi­ente Bestäuber sind

Die wissen­schaft­liche Hypo­these: Da die von Honig­bienen gesam­melten Körner mithilfe von Nektar oder Spei­chel zu Pollen­hös­chen zusam­men­ge­fügt werden, stehen diese für die Bestäu­bung weniger zur Verfü­gung. Im Gegen­satz dazu erfolgt der Pollen­trans­port bei den Wild­bienen über die gesamte Behaa­rung.

 

 

Wild­bienen sammeln vorzugs­weise in Dauer­grün­land, Feld- und Straßen­rändern. 80 % der Wild­bienen nisten im Boden. Die rest­li­chen 20 % graben ihre Nester in totem Holz, nutzen natür­liche Nischen oder para­si­tieren im Lebens­raum anderer Bienen.

Quelle Fakt 1 und 2: Les abeilles, des ouvrières agri­coles à protéger, Éditions France Agri­cole.

 

Eine Studie fand welt­weit 41 Anbau­sys­teme, in denen der Besuch von Wild­in­sekten den Fruch­t­an­satz verbes­sert. In einigen Fällen (Äpfel, Tomaten) trug er zu einer Verdop­pe­lung der Erträge bei.

Quelle: Gari­baldi L. A. et al., 2013. Wild Polli­na­tors Enhance Fruit Set of Crops Regard­less of Honey Bee Abundance, Science.