Regen für die Land­wirt­schaft

Regen ist die wich­tigste Wasser­quelle der Land­wirt­schaft. Die Info­grafik zeigt über­ra­schende Fakten über Nieder­schlag und seine Bedeu­tung für Pflanzen und Böden.

Es wird nass

Der gesamte jähr­liche Nieder­schlag der Erde
entspricht einem Volumen von

circa

Kubik­ki­lo­me­tern
Wasser

über allen Ozeanen und Land­flä­chen.

Das entspricht

Billi­arden Litern Wasser.

Dieses Wasser wird durch Verduns­tung, Nieder­schlag und Abfluss immer wieder aufs Neue umver­teilt.

Quelle: USGS – The Water Cycle

Wohin fällt das Wasser?

Das meiste Wasser fällt ins Meer, das Meer liefert aber auch Regen.

Regen fällt auf die

Regen fällt in die

Quelle: USGS – The Water Cycle

So viel ist 1 Milli­meter Regen

1 Liter Wasser
auf jedem Quadrat­meter.

1.000.000 Liter Wasser
auf 100 Hektar.

Gasförmig

Wasser­dampf bleibt, bevor er zu Regen wird, bis zu

in der Atmo­sphäre.

Quelle: NASA Earth Obser­va­tory – The Water Cycle

Kleine Wolken­tröpf­chen, große Regen­tropfen

Während ein typi­sches Wolken­tröpf­chen nur etwa 20 Mikro­meter Durch­messer hat, errei­chen Regen­tropfen einen Durch­messer von mehreren Milli­me­tern. Damit aus den winzigen schwe­benden Tröpf­chen Regen wird, müssen sie in der Wolke wachsen und sich durch Zusam­men­stöße mitein­ander verbinden.

Tiefer Fall

tief aus Schau­er­wolken

tief aus Gewit­ter­wolken

Bevor ein Regen­tropfen auf einen Acker trifft, ist er
mindes­tens 500 m und höchs­tens
15 km tief gefallen.

Quelle: World Meteo­ro­lo­gical Oraniza­tion (WMO)

Geschwin­dig­keit

ist Fall­ge­schwin­dig­keit.

Das sind

pro Sekunde und dauert so
aus 2.000 Metern Höhe rund 4 Minuten.

Quelle: NASA Mission Measu­ring Rain­fall

Ein Regen­tropfen sieht in Wirk­lich­keit nicht aus wie ein Tropfen. Während er fällt, drückt der Luft­wi­der­stand ihn unten flach – fast wie ein winziges Bröt­chen. Ein Tropfen Stark­regen kann aussehen wie ein Fall­schirm.

1-2 mm

Niesel­regen

2-5 mm

leichter bis mäßiger Regen

5-7 mm

starker Regen

7-9 mm

sehr starker Regen

Land­regen

Lang­samer, gleich­mä­ßiger Land­regen gilt in der Land­wirt­schaft als beson­ders wert­voll, weil das Wasser tief in den Boden einsi­ckern kann, statt ober­fläch­lich abzu­fließen. So werden Pflanzen, Boden­leben und Grund­wasser nach­haltig versorgt.

Die rich­tige Dosis für jede Art

Bleibt Regen aus, leiden Felder unter Trocken­heit. Kommt er zu heftig, schwemmt er Nähr­stoffe fort und zerstört Boden­struk­turen. Der ideale Nieder­schlag hängt von der Kulturart, dem Wachs­tums­sta­dium, der Bodenart, der Tempe­ratur, der Verduns­tung und der Jahres­zeit ab.

Von der wasser­spa­renden zur wasser­hung­rigen Kultur

Zwiebel

Saiso­naler Wasser­be­darf:

500-700 mm

Eigen­schaften:

Wasser­be­darf ist über­ra­schend niedrig, obwohl die Zwiebel wegen ihres flachen Wurzel­sys­tems empfind­lich auf Wasser­mangel reagiert und eine gleich­mä­ßige Versor­gung braucht.

Sorghum / Hirse

Saiso­naler Wasser­be­darf:

450–650 mm

Eigen­schaften:

Ausge­spro­chen trocken­heits­to­le­rant.

Kartoffel

Saiso­naler Wasser­be­darf:

500-700 mm

Eigen­schaften:

Reagiert beson­ders empfind­lich auf Wasser­mangel während Knol­len­bil­dung und Knol­len­wachstum.

Mais

Saiso­naler Wasser­be­darf:

500-800 mm

Eigen­schaften:

Der kriti­sche Zeit­raum liegt rund um Blüte und Korn­an­satz. Trocken­stress kann dann beson­ders stark auf den Ertrag schlagen.

Zucker­rohr

Saiso­naler Wasser­be­darf:

1.500–1.700 mm

Eigen­schaften:

Die lange Vege­ta­ti­ons­pe­riode und enorme Biomas­se­pro­duk­tion gehen mit einem entspre­chend hohen Wasser­be­darf einher.

Quelle: FAO-Daten­bank Crop Water Infor­ma­tion

Welches ist der regen­reichste und der trockenste Ort der Welt?

Mawsynram in Indien

Nieder­schlag pro Jahr

In Mawsynram fallen im lang­jäh­rigen Mittel rund 11.870 Liter Regen auf jeden Quadrat­meter (11.870 mm).

Grund dafür ist die beson­dere Lage: Feuchte Monsun­luft vom Golf von Bengalen trifft auf die Khasi Hills, steigt auf, kühlt ab und regnet sich aus.

Atacama-Wüste in Chile

Nieder­schlag pro Jahr

In Teilen der Atacama-Wüste fallen im lang­jäh­rigen Mittel 1 bis 3 mm Nieder­schlag pro Jahr.

Quelle: NASA Earth Obser­va­tory